Brüssel – November/Dezember 2019

Das Abendgymnasium auf dem Weg nach Brüssel – eine Stadt die das Symbol für europäische Zusammenarbeit darstellt.

Zu untypischer Tageszeit „Sprichwörtlich in aller Herrgottsfrüh“ starten wir frisch und „munter“, mit großer Vorfreude um den wohl kosmopolitischsten Boden Europas zu betreten. Am Gare du Midi, mit hervorzuhebender Pünktlichkeit, sind wir müde aber glücklich angekommen. Nach einer kurzen Verschnaufpause gehen wir schnurstracks zu unserem stylischen jugendlich-modernen Hotel, das nur wenige Minuten fußläufig entfernt liegt. Das schaut nach einem guten Start aus. Durch Zufall fällt uns ein klappbares Metall-Urinal, die an vereinzelten Stellen der Stadt zu finden sind, eher wie ein Schatten ins Auge. Dies sei wohl zu Gute, um dem sogenannten städtischen Wildpinkeln, nicht erst seit Männeken Pis entgegenzuwirken, dazu lassen wir uns ohnehin nicht hinreißen.

Unsere ersten Schritte führen uns in die Innenstadt, eine andere Gruppe ins Europaviertel. Es sprudelt regelrecht vor sinnlichen Genüssen, eine Komposition aus frischen Backwaren, Waffeln, Schokolade und Pommes de Terre. Kostproben wurden hier und da mit Freuden verspeist.

Der erste Tag, gefüllt mit Schönem und manch schweren Beinen, zeigt sich langsam von funkelnder Seite, als naturgegeben das Licht sich dämmt.

In verschieden Gruppen zog es uns zum Grand Place „Grote Markt“ um den feierlichen Moment der Kerzenentzündung des Tannenbaumes, das Aushängeschild des Brüsseler Weihnachtsmarkts, mit staunenden Blicken zu erwarten. Wir lassen uns verzaubern in ein Lichterspiel der Romanik.

Später gibt es deutschen Glühwein im belgischen Becher.

Ein neuer Tag ist erwacht, wir auch. Frisch gebügelt und gestriegelt versammeln wir uns zur empfohlenen Zeit beim Frühstück, es zeigt sich jugendlich und abwechslungsreich für alle Geschmäcker.

Gestärkt gehen wir trockenen Fußes zum Grand Place, den wir bereits kennen. Unsere belesenen, polyglotten Stadtführer, die eine Art Lehrer und Gentleman der alten Schule verkörpern, lassen mit Schirm, Charme und Mütze das Eis der Norddeutschen schmelzen und glänzen auch mit Wissen über Niedersachen. Ein verheißungsvoller Start einer Entdeckerreise „Brüssels Besonderheiten“.

So gleich erfahren wir von der Historizität des Grand Place der bereits im 11. Jahrhundert als Zentrum der Stadt angelegt wurde. Es kam mit den Jahrhunderten zu einer bezaubernd-gelungenen Mischung verschiedener Baustile. Gar majestätischen Anmuts sind zweifelsohne die Zunfthäuser. Nach der Zerstörung des Grand Place im Jahre 1695 wurde er später im barocken Stil wieder aufgebaut. Dass wir heute hier stauen und genießen dürfen, ist dem damaligen Stadtrat und den Gilden des 19. Jahrhunderts zu verdanken, sie kämpften für den Erhalt dieses großartigen Erbes. Chapeau!

Mit offenem Mund und Genickstarre ziehen wir an den prächtigen Fassanden vorbei und entdecken ein kleines Männchen das eher als Lausbube daherkommt, sich nicht schämt ein kleines Geschäft „Pipi“ in der Öffentlichkeit zu verrichten. Die Rede ist von der Brunnenfigur „Männeken Pis“, der es an Berühmtheit nicht mangelt und im Brüsseler Chic Jahreszeit gemäß, was gerade en vogue ist, in ein wenig Stoff gehüllt wird. Ein Pendant gibt es auch in weiblicher Natur. O là là Madame.

Mit royalem Rätsel im Gepäck, wie der Name des amtierenden Königs sei, zieht es uns gebannt in die Oberstadt, die wir mit großen Schritten nach vielen terrassenartigen Stufen mit der Antwort: „Prinz Philipp sein Name“, erreichen. Wir liegen der Kathedrale zu Füßen. Innen ein höchstbeeindruckendes Chorgestühl und eine Kanzel überragender Schnitzkunst, mit einer Szene des Alten Testamentes. Die Kathedrale ist weit mehr als die Kirche für die königliche Familie, die sich hier trauen ließ. Sie ist Anziehungspunkt der Touristen der ganzen Welt.

Durch das Justizviertel gestreift, gelangen wir zum Königspalast, der sich an einer Zufahrt à la Champs- Élysées befindet. Der akkurat geschnittene geometrische Park zeigt französischen Charakter.

Einigen sind die Jugendstilfassanden ins Auge gesprungen, das kommt nicht von ungefähr. Der Name Victor Horta sollte man einmal gehört haben, er spricht für sich selbst und verkörpert per excellence ganz unverblümt-blumig den Jugendstil des Stadtbildes. Seine Jugendstilhäuser und Einrichtungen sind legendär und nur für Krösus bezahlbar.

Brüssel, mit seiner beliebten grünen Lunge, dem Laaken Park, bietet als Hauptstadt Europas, des Comic und den Chocolatiers , zweifelsohne, ein harmonisierend-willkommenen Ausgleich, der zur Gestaltung und Verantwortung politischer Entscheide, von Menschen für Menschen, in Wichtigkeit zur europaweiten Strahlkraft beiträgt.

Dank des gelebten, amtlichen Bilinguismus, zeigt sich uns hin und wieder Flämisch als dankbare Übersetzungshilfe.

Unser Rückweg führt uns an Brüsseler Spitzen entlang zur ältesten überdachten Einkaufsstraße Europas. Die Einkaufsstraße glänzt mit Handarbeiten vom Feinsten, darunter sind auch einige Hoflieferanten auszumachen. Ein nicht besuchter Geheimtipp ist der Antikmarkt am Place du Grand Sablon.

Unser Rundgang endet mit leeren Mägen, ganz praktisch bei einer günstigen Restaurantempfehlung. Ein Muss ist die belgische Hausspezialität Carbonade, die mit Schwarzbier zubereitet wird, Pommes die in Belgien in Rinderfett frittiert werden und klassisch die Waffel danach auf der Hand. Dazu noch eine Tafel Schokolade, dann lohnt es sich die Stadt weitgehend zu Fuß zu erkunden.

Den Nachmittag verbringen viele bei Café und Waffel, Besichtigung oder Shoppingtouren. Am Abend zieht es uns erneut den Lichtermeeren der Romanik entgegen. Zur späteren Stunde gelingt es uns auch den offiziellen großen Weihnachtsmarkt der Stadt ausfindig zu machen. Neben den Leckereien der Buden zieht es einige in schwindelerregende Höhen, ins Riesenrad.

Nach einem guten 14 Stunden Tag, leert sich sprichwörtlich nicht nur überraschender Weise der Akku unserer Mobiltelefone. Gute Nacht.

Der letzte Tag bricht an, schon wieder nach Hause. Nach dem Check out wurde unser Gepäck im Hotel fachmännisch sicher aufbewahrt um unbeschwert weiteren Besichtigungen zu frönen.

Nur dank des Fördervereines war es uns möglich zwei Museen zu besichtigen und den Abend mit einem Glühwein ausklingen zu lassen. Merci beaucoup, à votre santé.

Das letzte Ziel unserer Brüsselreise ist das Atomium, es entstand 1958 und sorgte als Symbol der Weltausstellung für Furore. Das beindruckende Atom, könnte auch aus einem Filmset eines Science-Fiction Films stammen. Beim Betreten und nach einem Foto mit Brüssels Maskottchen werden wir in luftige Höhen transportiert, dort überraschte uns ein wunderbarer Ausblick. Die einzelnen Kugelelemente bringen künstlerische, wissenschaftliche und politische Historie zu Tage. Das angeschlossene Museum konnte ebenso frei besichtigt werden.

Eine beeindruckende Reise geht zu Ende, nach der Abholung unserer deponierten Koffer geht es nach kurzer Aufregung wegen eines vorangekündigten Zugausfalls in Köln, erstmal pünktlich ab Brüssel Gare du Midi auf zur Rückreise nach Oldenburg und Umgebung. In Köln angekommen führen letztendlich unsere Erkundigungen im Reisezentrum sogar zu einer früheren Ankunft in Oldenburg als zuvor geplant. Wer eine Reise macht, kann was erzählen.

Paris 2018

Exkursion zum Deutschen Elektronensynchrotron (Desy) in Hamburg 2018

Straßburg 2017

Paris 2017

Abiball 2017

Besuch der Klasse E 2 in der Ausstellung »Alle Wetter« des Naturkundemuseums 2017

Abiball 2016

Abiball 2015

Studienfahrt nach Berlin 2013

Abiball 2013

Gründung eines Fördervereins 2012

Am 12. 5. 2012 fand die Gründungsversammlung des Fördervereins für das Abendgymnasium Oldenburg statt.

Der Verein wird die Aktivitäten des Abendgymnasiums Oldenburg, die Bildung auf dem zweiten Bildungsweg sowie die Netzwerkbildung zwischen Studierenden, Lehrkräften und Ehemaligen fördern.

Das Abendgymnasium Oldenburg war das letzte der fünf niedersächsischen Einrichtungen, welches noch noch nicht über einen Förderverein verfügte.

An der Gründungsversammlung nahmen teil: Bernd Beime, Julia Drath, Thomas Grothues, Uwe Hahn, Korinna Jaspert, Daniel Kaszanics, Hans Röwer und Gotthard Schönbrunn. In den Vorstand wurden Julia Drath, Uwe Hahn, Daniel Kaszanics, Hans Röwer und Gotthard Schönbrunn gewählt.

Studienfahrt nach Berlin 2011

Studienfahrt nach London 2010

Kohlfahrt 2008

Abischerz 2007

Kohlfahrt 2007

Exkursion zum Auswandererhaus 2007

Radtour 2006

Abiball 2006

Abischerz 2006

Kohlfahrt 2006

Weihnachtsfeier 2005

Studienfahrt nach Frankreich 2003

Kohlfahrt 2003

Dangast

Telefon

So erreichen Sie uns telefonisch:

04 41 / 4 08 96-0

Infoabend

Sie interessieren sich für unsere Bildungsgänge?

Dann kommen Sie zu unserem individuellen Beratungs- und Informationsabend für Neueinsteiger:

Donnerstag, 19. November 2020, 18:30 Uhr im Abendgymnasium Oldenburg (Theodor-Heuss-Straße 75)

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